Auf den Spuren der Zufriedenheit

Warum sind Menschen unzufrieden? Was passiert mit uns, dass wir unglücklich sind und uns nicht für andere Menschen freuen können, sondern selbst nur eine innere Leere spüren?

Was geht in den Menschen vor?

Diese Fragen beschäftigen mich schon länger. Immer wieder, wenn mich in der Vergangenheit jemand schlecht behandelt hat, habe ich mich gefragt, was in dieser Person vorgeht? Warum er so handelt und was in seinem Leben passiert ist, dass er sich das Recht raus nimmt mit anderen verletzend und hässlich umzugehen, wodurch man selbst ein für sich negatives Gefühl entwickelt. Sozusagen tropfen sie uns Gift in unser reines klares Wasser.

Ich denke wir müssen bei uns selbst anfangen und an uns selbst arbeiten, um bei anderen Menschen etwas bewirken und auslösen zu können. Lass uns zusammen diesen Gedanken und Gefühlen auf den Grund gehen.

kurzer Rückblick

Schaf schaut aufs Meer hinaus
schöne Momentaufnahme aus meiner Reise durch Schottland

Vor mittlerweile 8 Jahren, im Herbst 2013 haben mich meine Zelte nach Berlin verschlagen. Ich bin bis dahin schon ein wenig innerhalb Deutschlands rumgekommen, da mich mein Beruf in der Hotellerie sehr flexibel meinen Arbeitsort wählen ließ. Mit Vollendung meines 18. Lebensjahres hatte ich beschlossen aus meinem kleinen süßen Dorf mit 13.000 Einwohnern auszubrechen und in die beeindruckende Stadt Köln umzuziehen. So konnte ich erstmals Großstadtluft schnuppern und war trotzdem in Reichweite meiner Familie im bergischen Land. Wunderschöne 3 Jahre meiner Ausbildung verbrachte ich somit in meiner Herzensstadt Köln.

ich mit meinen jungen 18 Jahren

Hier habe ich, wie auch in meinem Dorf, viele herzensgute und freundliche Menschen getroffen, die eine Menge Spaß in Ihrem Leben haben. Man spürte richtig, wie sie die Lebensfreude verkörpern. Am auffallendsten empfand ich Ihre unvoreingenommenen, weltoffenen und wohlwollenden Charakterzüge und dass jeder mit offenen Armen und guter Laune Willkommen geheißen wurde.

die richtige Lebenseinstellung

Kein Wunder also, dass meine stets gute Laune und mein Lächeln im Gesicht wie festgetackert waren und immer noch sind. In Berlin sagte mir sogar einmal eine Kollegin, dass sie nicht verstehen kann wie ich stets so freundlich und aufgeschlossen allem gegenüberstehen kann, egal wie unfreundlich, diese mit mir umgehen. Mein Wesenszug besteht aber darin, dass ich andere stets so behandele, wie ich mir auch wünsche behandelt zu werden und ich versuche mich stets in die Person hineinzuversetzen, die mir gerade begegnet. Egal ob die Begegnung positiv oder negativ ist. Manche halten dies für naiv, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich so stets für mich den besten Weg gehe und ich dadurch ich selbst sein kann.

Selbstverständlich habe ich mit dieser Lebenseinstellung auch schlechte Erfahrungen gemacht, aber auch an diesen bin ich gewachsen. Ab und an hat es mir in diesen erstmals negativen Situationen geholfen, meinen Gegenüber kurz zu spiegeln, um Ihn begreiflich zu machen, wie es sich anfühlt, wenn man so mit einem Menschen umgeht, wie er selbst es gerade macht.

Ich bin ziemlich oft verwundert aus dieser Situation herausgegangen. Das liegt daran, dass viele Menschen daraufhin richtig freundlich mit mir umgegangen und sofort zurückgerudert sind. Zudem erklärten Sie mir, dass Sie es nicht so gemeint haben, wie es vermutlich gerade bei mir angekommen ist. Manchmal haben sich daraus noch sehr gute und nette Kontakte entwickelt.

Herzensglück

lachendes Selbstportrait

Ich glaube vom tiefsten Herzen, dass ich damals in Köln viele glückliche Menschen kennen lernen durfte, die ein zufriedenes Leben führen. Ich bin damals, mit meinen jungen Anfang 20, davon ausgegangen, dass diese Zufriedenheit überall in Deutschland herrschen wird. Klar haben die glücklichen Menschen auch mal schlechte Tage, aber ich hatte immer das Gefühl, sie sind dankbar für das was sie haben.

Ist Glück und Zufriedenheit ortsabhängig?

Nach Köln habe ich noch 3 weitere Male meine Zelte gepackt und bin weitergezogen, auf die Suche nach neuen Möglichkeiten, neuen Abenteuern und neuen Chancen, die das Leben einen bieten. Mein Weg verschlug mich erstmal weiter nach Münster, dann ging es weiter in den Süden nach Frankfurt am Main und schließlich kam ich in den Osten, nach Berlin.

Mittlerweile ist Berlin meine zweite Heimat geworden, obwohl sie immer wieder einige Stolpersteine für mich bereitlegte. Heute weiß ich, dass sie Herausforderungen für mich waren, die mich geformt haben und immer noch formen. Durch die Herausforderungen, die einen das Leben bereithalten, können wir dazu lernen und an uns selbst wachsen.

Die Stadt mit 2 Gesichtern

Mein erster Eindruck von Berlin und seinen Menschen war allerdings ein Kulturschock für mich. So viele, offensichtliche Unfreundlichkeit und Unzufriedenheit auf einen Blick waren mir neu. Viele meiner neuen Mitmenschen waren und sind unausgeglichen, im Stress, immer auf den Sprung und nicht im Reinen mit sich selbst. Ich musste aufpassen mich nicht in diesem Strudel mit rein ziehen zu lassen.

Zug

Eines Morgens stieg ich zum Beispiel in einem Bus ein und wurde nicht, wie ich es gewohnt war, freundlich begrüßt, sondern ich wurde schon früh am Morgen angebrüllt: „Hinter der gelben Linie“ hörte ich es nur vom Busfahrer blöken.

Auch die Verkäufer waren in einigen Bezirken alles andere als freundlich und verkaufsorientiert. Ich hatte einmal einen Termin in einem Berliner Kaufhof zur Kosmetik und die Kosmetikerin, mit der ich einen Termin hatte, war offensichtlich nicht da. So suchte ich Hilfe bei einer anderen Mitarbeiterin in diesem Geschäft. Hier wurde ich leider nur unfreundlich mit den Worten abgewiesen: „Die Kosmetikerin ist nicht da und ich bin auch nicht dafür verantwortlich zu wissen welche Termine offen sind. Das ist nicht mein Problem.“ Mit diesen Worten ließ Sie mich sprachlos zurück.

Solche Situationen waren für mich unerforschtes Terrain und ich war ziemlich überfordert, wusste nicht so richtig wie ich mit diesen Situationen umgehen soll. Am Anfang habe ich es immer auf mich gemünzt und dachte ich hätte etwas falsch gemacht, da die Menschen so verstimmt reagierten. Meine ersten Wochen in Berlin waren somit sehr holprig, aber auch sehr lehrreich.

road in wood

Mögliche Ursachen der Unzufriedenheit

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, war auch erstmal Neuland für mich. Pöbelnde Mittfahrer und Streitereien sehe ich leider immer wieder in den Bahnen. Eine Handvoll Prügeleien durfte ich auch schon hautnah miterleben, wofür meiner Meinung nach gar kein Grund ersichtlich war. Zudem hätte man diese Situationen sicherlich auch mit einem Gespräch klären können. Meiner Ansicht nach rührt wahrscheinlich vieles von dem ganzen überdimensionalen Großstadttrubel, den großen Druck, den viele ausgesetzt sind und der riesigen Möglichkeiten Vielfalt, die uns alle erst einmal überfordert. Ich versuche bis heute zu ergründen, warum einige von unseren Mitmenschen, so missgünstig anderen gegenüberstehen. Nächstenliebe ist auf jeden Fall ein Thema wovon sich einige eine Scheibe abschneiden können.

Die Schönheit liegt manchmal im Verborgenen

Selbstportrait im wahrgewordenen pinken Cupcake
Ich bin im wahrgewordenen pinken Cupcake. Einer der verborgenen schönen Plätze in Berlin “Die wilde Matilde“.

Bitte denk jetzt nicht, dass Berlin ein unschönes Fleckchen in Deutschland ist, wo man nicht leben möchte. Das stimmt gewiss nicht, ich habe hier auch viele großartige Menschen kennen gelernt, die ich in meinem Leben nicht mehr missen möchte und viele wunderschöne Orte in Berlin entdeckt. Sicherlich werde ich noch viele weitere schöne Ecken in Berlin entdecken und erkunden. Berlin hat viele wunderbare Seiten, die es zu ergründen gibt. Das ist das magische an Berlin, Berlin ist so vielfältig und hat viele unerforschte Kapitel, die man auch nach Jahren noch nicht kennt und einen immer wieder überraschen. Aber in der Masse gehen die schönen Dinge schon einmal unter. Wir müssen die Schönheit überall auf dieser Welt erst einmal suchen, erkennen und finden. Manchmal liegt die wahre Schönheit und Zufriedenheit im Verborgenen, aber es lohnt sich nach Ihr Ausschau zu halten. Diejenigen von uns, die aufmerksam durchs Leben gehen, werden sie entdecken.

Man nehme eine Prise Glück

Selbstportrait mit Fächer

Ich habe in Unternehmen gearbeitet, wo manche Kollegen einen noch nicht Mal zurück grüßen, geschweige denn auf meine Guten Morgen Grüße reagiert haben und wo es an der Tagesordnung stand, zum Schichtwechsel angebrüllt zu werden und zu hören das du und dein komplettes Team inkompetent seien. Das alles hat mir gezeigt, dass eine große Unzufriedenheit mit sich selbst oder seinem Umfeld herrscht und dass die Menschen eine große Portion Glück in Ihrem Leben vertragen können.

Überforderung, Eifersucht & Angebotsvielfalt

Ich glaube, dass in so großen Städten wie in Berlin, die Menschen erschlagen werden. Erschlagen von zu viel Konsum, zu vielen Möglichkeiten, zu viel Stress und zu viel Lärm. Dabei können wir die Übersicht für das Wesentlich im Leben verlieren.

Die Frage dreht sich allzu oft darum, was besitzen meine Nachbarn, Kollegen oder Freunde und was besitze ich noch nicht. Wenn ich die Sache X besitze, werde ich glücklicher sein. Warum wurde mein Kollege befördert und ich nicht. Bei uns dreht sich viel zu viel um Neid und Konsum, der uns vermeidlich glücklich macht. Wir haben aufgehört uns für andere zu freuen, für andere einzusetzen und übersehen viel zu leicht, was wir selbst schon alles besitzen und erreicht haben und wofür wir dankbar und glücklich sein können. Wahre Zufriedenheit und Glück können wir erreichen, wenn wir uns vor Augen halten, was wir bereits alles besitzen und erreicht haben.

Die Samen der Dankbarkeit

Schreibt euch am besten Mal eine Dankbarkeits-Liste, die alle Sachen beinhalten für die Ihr Dankbar seid oder notiert euch jeden Tag nach dem Aufstehen oder vorm Schlafen gehen welche 3 Dinge in euch Dankbarkeit auslösen. Ihr werdet schnell feststellen, dass Ihr reich seid, reich an Dingen, die euer Leben so lebenswert und kostbar machen. Außerdem werdet Ihr mit mehr Leichtigkeit in den Tag starten und zufriedener einschlafen.

Beispielsweise bin ich dafür dankbar, dass jeder von uns in Deutschland die Möglichkeit hat, unser Leben so zu gestalten, wie wir es selbst gerne leben möchten. Ich bin dankbar für meinen liebevollen Partner, meine Familie und meine Freunde, die mich um meine selbst lieben und ich bin glücklich darüber, dass meine Liebsten und ich alle gesund sind.

Dein Weg zum Glück und zur Zufriedenheit

Wenn Ihr euch regelmäßig vor Augen haltet, für was Ihr dankbar sein könnt und wie viel Ihr eigentlich schon in eurem Leben erreicht habt, werdet Ihr automatisch zufriedener werden. Die Kunst ist es, sich aus Situationen zu befreien, die einen unglücklich machen und mutig zu sein den Weg zu gehen, den man sich für sich selbst aussucht.

Fangt an, an euch selbst zu glauben. Hört auf, euer Glück von anderen abhängig zu machen und euch nur an andere zu orientieren. Befreit euch von den negativen Menschen, die euch mit runterziehen. Ihr selbst seid euer bester Kompass zu eurem persönlichen Glück und zu eurer Zufriedenheit. Umgebt euch mit Menschen und Situationen, die euch guttun. Schreibt euch vielleicht eure 10 Vorbilder einmal auf und lasst diese eure persönlichen Motivatoren für euren Alltag sein. Welche Faszination strahlen Sie für euch aus? Definiert für euch selbst, was euch glücklich macht, welche Aktivitäten euch eine innere Ruhe verschaffen und Freude im Leben bringen. Durch all diese Dinge habt ihr die Möglichkeit euch selbst zu finden. Dies wird euer Erfolgsrezept für Zufriedenheit und Glück in eurem Leben sein.

Herzliche Grüße,

deine Manuela

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